Musik

High-End..... Aber was ist High-End?

 

Vielfach wird der Begriff auch mit einer Überzeugung in Verbindung gebracht, die das Ziel verfolgt, Musik zu Hause genauso wiederzugeben, wie sie vom Interpreten geschaffen wurde. Einige „Audiophile“, suchen jahrzehntelang nach einer Komponenten,
die diesen Ansprüchen zusammen mit eventuellen persönlichen Vorlieben entspricht.
Für diesen Bereich hat sich der Begriff High-End etabliert.

Innerhalb der High-End-Szene kommt es häufig zu philosophischen Debatten darüber, was eine gute Anlage oder Aufnahme ausmache,
da sich die klanglichen Abstimmungen von Gräten mitunter sehr deutlich unterscheiden.
Im Allgemeinen sind Messwerte unzureichend die „Musikalität“ einer Anlage oder Komponenten zu beschreiben.

 

Die Ursache liegt sowohl in der nicht Linearität des menschlichen Gehörs, als auch psychoakustischer Effekte.

Unter Musikalität kann man Eigenschaften wie: Klangfarbenreichtum, Dynamik, Abbildungspräzision usw. zusammenfassen.

 

MP 3 und HighEnd? Wie passt das eigentlich zusammen?

 

Einer der wichtigsten Argumente für die Archivierung von Musik (Datenreduktion) ist, die ständige Verfügbarkeit von seinem geliebten Musikvorrat. Die Unterschiede zum Original sind in Abhängigkeit der Musikrichtung eklatant. Bei normaler Rock/POP Musik sind die Unterschiede zum Teil relativ gering, manchmal sogar nur an einer etwas flacheren räumlichen Abbildung zu erkennen.

 

Man erinnere sich aber mal zurück, wo jeder gezwungen war, das Bandrauschen (trotz aufwendiger Rauschunterdrückungssysteme)
von Kassettenrecordern bzw. Tonbandmaschinen ertragen zu müssen. Von der begrenzten Dynamik mal ganz abgesehen.
Heute, wo sich Festplattenpreise offensichtlich im freien Fall befinden, wäre es durchaus sinnvoll, auf die Reduzierung
ganz zu verzichten und die Musik unkomprimiert zu speichern.

Es geht auch ohne Komprimierung!

Um den Klangverlust zu vermeiden, besteht die Möglichkeit seine Lieblings CD´s in reiner digitaler Form bis zum (Vor)Verstärker zu bringen. Als WAV Dateien auf dem Rechner gespeichert, via USB D.A.C in´s Analoge gewandelt und über den Vorverstärker mittels Kabel zu den Aktivlautsprecher...  Mit dieser Kombination ist kein reproduzierbarer Unterschied zu den originalen Cd´s zu erkennen.
Die Qualität des verwendeten D.A.C. ist natürlich maßgeblich an der Musikalität der Wiedergabekette beteiligt.
Es muss jeder für sich entscheiden, ob hier 100€ oder 5500€ ausreichend sind.

Bei den sich immer mehr verbreitenden Wireless Lautsprecher spielt das aber ehr die untergeordnete Rolle.

Der Stellenwert gegenüber der Musik und der Wiedergabekette
hat sich bei mir dramatisch verändert.

Es gab Zeiten, wo schon mal das gesamte Weihnachtsgeld (und das war nicht wenig!) für eine Endstufe draufging…

(Hier noch mal Dank an meine Frau die all das jahrelang geduldet hat).

 

Warum habe ich heute kein Interesse mehr daran?

Den Schuldigen habe ich schon ausgemacht, dazu beigetragen hat die „Musikindustrie“.

Nach der Euphorie Mitte der 80ziger Jahre und des darin enthaltenen Booms der CD,
sah sich wohl die Branche nicht in der Lage mit Qualität den Markt weiter zu bedienen.

 

Masse statt Klasse, nach dem Motto haben die Verantwortlichen den Markt kaputt geredet/gewirtschaftet.

 

Der Schuldige für das Desaster war schnell gefunden, der böse PC mit CD Brenner war wohl die Wurzel

allen Übels…. aber was hat uns die Zeit gelehrt - kein Mensch brennt heute noch CD´s!
Dann waren es die Tauschbörse, dann die Musikflatrates usw…..usw.

 

Wo sind Sie denn die Ausnahmekünstler, Top Bands… WO?

In drittklassigen Castingshow und mit mal eben auf dem Computer dahingeschluderten Alben von synthetischen Eintagsfliegen ist kein Blumentopf zu gewinnen. Es reicht eben nicht, leichtbekleidete Mädchen um eine brennende Mülltonne zu platzierte um über das musikalische Defizit des „Künstlers“ hinweg zu helfen.

 

Ich kann nun mal nicht über meinen Schatten springen.

Nur weil ich die magische 50zig knapp überschritten habe, höre ich mir keine Musik an die nicht in mein Beuteschema passt.
Jeder soll seine Musikrichtung finden und lieben, ich kann nun mal mit Schlager, Party, Heimat/Volksmusik absolut nix anfangen….
auch nicht, wenn alle anderen sagen „ooooch für einmal geht das doch“.

Nein es geht bei mir keineswegs und ich möchte auch nicht missioniert werden.

 

Mittlerweile ist meine durchaus hochwertige Anlage mitsamt den Lautsprecher ausgemustert.

Im ganzen Haus verteilt arbeiten nur noch Wireless Lautsprecher eines Herstellers  (keine Schleichwerbung) dessen Name ein Palindrom ist ;-)  Die Wiedergabekette ist somit ehr dezent (Hausfrauenfreundlich) in den Wohnraum integriert und mehr für den Kinoabend ausgelegt.

Heute braucht es eben nur noch eine Steckdose ein USB Stick/NAS und schon erklingt bei Bedarf im ganzen Haus die gleiche Musik.

 

Leider wird aktuell ständig sehr unproffesionell an der Bediensoftware gearbeitet.... ich hoffe das hört wieder auf

 

Die CD Sammlung ist schon lange in den Partykeller ausgelagert (wo diese nun vollstaubt).

In den vergangenen Jahren sind die Abende, an denen ich wirklich in aller Ruhe die Meilensteine

meiner Musikgeschichte genießen konnte/wollte immer weiter zurückgegangen.

 

Bis jetz vermisse ich aber nix...   

 

setzte mich lieber auf mein Motorrad und lausche dem Klang des BMW Boxer´s